Landesprogramm "Soziale Orte"

Kreativ&Söhne Leipzig

13.09.2021

In Gemeinden oder Quartieren, in denen gemeinschaftliche Räumlichkeiten bisher fehlen, will das neue Landesprogramm "Soziale Orte" des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt dabei unterstützen, zentrale Orte für Begegnung, Kommunikation und Engagement zu schaffen.

 

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Nicht selten gibt es Gemeinden, in denen es keine geeigneten Treffpunkte und Gemeinschaftsräume mehr gibt. Oft besteht bei den Bürger:innen ein höherer Bedarf an sozialem Miteinander, als nur Gespräche über den Gartenzaun. Um sich begegnen und austauschen zu können, braucht es einen für alle gut zugänglichen Treffpunkt. Wichtig ist, dass Menschen sich dort austauschen können, Dinge gemeinsam tun und sich im besten Fall längerfristig umeinander kümmern. Dafür hat das Sächsische Staatsministerium im Juni 2021 das Landesprogramm "Soziale Orte" ins Leben gerufen. Es soll dafür sorgen, dass Gemeinden wieder eine neue Mitte, einen gemeinsamen Ort des sozialen Miteinanders erhalten - damit der Bürgersinn der Menschen vor Ort langfristig gestärkt werden kann.

Was ist ein Sozialer Ort?

In Gemeinden oder Quartieren, in denen Räumlichkeiten bisher fehlen, bieten Soziale Orte einen zentralen Ort für Begegnung, Kommunikation und Engagement. Dort können Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen und gemeinsam Aktivitäten für ihren Ort initiieren. Kennzeichen Sozialer Orte können sein:

  • Soziale Orte stehen allen Bevölkerungsgruppen und Altersklassen als Raum für Begegnung und Gespräche offen.
  • Soziale Orte regen Menschen vor Ort an, sich zu engagieren und stellen Infrastrukturen für bürgerschaftliches Engagement zur Verfügung.
  • Soziale Orte sind Ausgangspunkte für Prozesse, die gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung die Attraktivität des lokalen Raums steigern.
  • Ein Sozialer Ort wird von den Einwohnerinnen und Einwohnern in Selbstorganisation (mit-)gestaltet, er verfolgt einen partizipativen Ansatz und fördert diesen.
  • Soziale Orte arbeiten zielgruppen- und themenübergreifend mit einem integrierten Ansatz im Quartier bzw. in der Gemeinde.
  • Soziale Orte schaffen oder festigen lokale Netzwerke und Kooperationen.
  • Soziale Orte werden durch die lokale Verwaltung unterstützt. Wenn möglich, soll eine Kooperation mit der Kommune stattfinden.
  • Soziale Orte sind niedrigschwellig zugänglich und sollten barrierefrei sein.

Damit ermöglicht ein Sozialer Ort bürgerschaftliches Engagement entweder im Projekt selbst oder für die Gemeinde bzw. das Quartier. Zudem ist er Motor für aktive Beteiligungsprozesse im Gemeinwesen. Er richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen und steht ihnen für Begegnung und Austausch offen - und, er ermöglicht Freizeit-, Kultur- oder niedrigschwellige Bildungsangebote. Ein Sozialer Ort dient aber auch der Förderung bestehender lokaler Netzwerke sowie dem Aufbau neuer. Darüber hinaus stellt er anderen Menschen, lokalen Vereinen und Initiativen seine Räume zur Verfügung.

Wo sollen Soziale Orte entstehen?

In Gemeinden ohne Mittelpunkt, ohne z. B. ein Bürgerhaus, können sie ein zentraler Ort der Begegnung und des Austauschs werden. Die Förderung konzentriert sich auf den ländlichen Raum: Gefördert werden Soziale Orte in Gemeinden mit weniger als 40.000 Einwohnern. In größeren Städten ist ein konkreter, bedarfsorientierter Stadtteilbezug erforderlich. Der Fokus liegt dabei besonders auf Kommunen oder Quartieren mit städtebaulichen oder infrastrukturellen Defiziten.

 

// Die Förderrichtlinie zum Programm "Soziale Orte" sowie die Details zum Antragsverfahren finden Sie auf der Homepage des Sächsisches Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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